Montag, 16. Februar 2026

Frank Doetsch in Kampfrichterkommission der Internationalen Judo Föderation tätig

Judo nimmt seit jeher im Leben von Frank Doetsch eine große Rolle ein. Nun ist er als Sekretär der Kampfrichterkommission bei der Internationalen Judo Föderation (IJF) im Amt.

Maintal – Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften:  

Frank Doetsch war schon bei zahlreichen großen Turnieren als Judo-Kampfrichter oder in anderer Funktion im Einsatz. Nun übernimmt der 47-jährige Familienvater, der beim SC Budokan Maintal als Pädagogischer Leiter arbeitet, eine neue Rolle bei der Internationalen Judo Föderation (IJF), ist als Sekretär der Kampfrichterkommission für den reibungslosen Ablauf aller weltweiten Kampfrichteraktivitäten zuständig. Doetsch blickt bereits auf eine lange Laufbahn als Kampfrichter und Trainer zurück: „Die Weltmeisterschaft 2018 in Baku oder die Olympischen Spielen 2024 in Paris waren mit Sicherheit die bisherigen Highlights meiner Sportfunktionärskarriere“, erzählt er stolz.  

Aktive Karriere frühzeitig beendet 

Seine eigene sportliche Karriere startete Frank Doetsch vor 41 Jahren bei seinem Heimatverein, dem Turnerbund Andernach. „Zu internationalem Erfolg hatte es nie gereicht, aber auf nationaler Ebene und vor allem im Training war ich super“, scherzt er. Aufgrund seines Jurastudiums und seines Jobs bei der Bundeswehr musste er seine aktive Judo-Karriere allerdings früh beenden. Bereits mit 18 Jahren wurde er Kampfrichter im Landesverband Rheinland, dessen Vorsitz er von 2009 bis 2015 innehatte, und im Alter von 19 Jahren schloss er seine Trainerausbildung ab. 2014 erlangte Doetsch die internationale Kampfrichterlizenz und wurde noch im selben Jahr zum Kampfrichter in der IJF-World Series berufen. Parallel dazu heuerte er hauptamtlich beim Deutschen Judo-Bund in Frankfurt an, wo er drei Jahre später als Leistungssport-Referenten arbeitete.  

Sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender des Deutschen Judo-Bundes 

Nach der Geburt seines Sohnes übernahm er dort vermehrt administrative Aufgaben, war von 2019 bis 2025 Vorsitzender des Vorstands des Deutschen Judo-Bundes. Während dieser Zeit absolvierte Doetsch außerdem einen MBA-Studiengang in Sportmanagement an der Uni in Bayreuth. Nach seinem Engagement beim Deutschen Judo-Bund bekam er das Angebot der IJF, als Sekretär und Assistent der Kampfrichterkommission anzufangen. Da er seit den Olympischen Spielen 2024 ohnehin wieder im internationalen Geschäft als Kampfrichter-Supervisor, eine Art Video-Referee, tätig war, stimmte Doetsch gerne zu. „Es hat mir einfach gefehlt, die alten Freunde auf internationaler Ebene, die man teils seit über 20 Jahren kennt, hin und wieder zu sehen. Außerdem ist mein Sohn jetzt schon in einem Alter, in dem er selbst mit dem Judo-Sport begonnen hat und somit sich auch für die Wettkämpfe interessiert. Alsbald möchte ich ihn mal zu einem Event mitnehmen“, erzählt er und fügt hinzu: „Meine Frau war Kampfrichterin in Brandenburg und meine Schwester ist ebenfalls internationale Kampfrichterin, das familiäre Verständnis ist also vorhanden.“ 

In Deutschland fehlt die Wertschätzung 

In seinem neuen Amt hat er sowohl die Aufgabe, Kampfrichter für Wettkämpfe auszuwählen, die Reisen zu planen, als auch die Schulungen und Prüfungen für Kampfrichter zu organisieren. Darüber hinaus strebt der erfahrene Trainer und Kampfrichter einige Veränderungen an, die die Abläufe für den IJF vereinfachen sollen. „Die Digitalisierung muss dringend voranschreiten. Wenn ich heute zum Beispiel abfragen möchte, welche Kampfrichter bei einem kommenden Turnier eingesetzt werden können, muss ich noch jeden einzelnen per WhatsApp fragen. Außerdem könnten wir angehende Wettkampfrichter mittels Online-Tools deutlich besser das Grundwissen vermitteln, damit wir bei den Fortbildungen effizienter arbeiten und Zeit sparen können“, erklärt er. Doetsch, der in Bad Vilbel in der Wetterau lebt, möchte sich für die Unterstützung und Förderung im Sport einsetzen: „Egal in welcher Sportart, Leistungen werden nicht ausreichend wertgeschätzt. Sowohl finanziell als auch was Aufmerksamkeit und Anerkennung angeht, ist Deutschland da einfach weit hinter anderen Ländern zurück. Da werden Funktionäre, Sportler und Sporttreibende allgemein anders wahrgenommen“, berichtet er und fügt hinzu: „Wir als Land wollen immer die großen Medaillen, machen aber nicht genug dafür – Stichwort Trainingsstätten und Nachwuchsförderung. Außerdem sollten Vereine verstärkt mit den Schulen zusammenarbeiten, sodass Kinder und Jugendliche nicht, nachdem sie um 17 Uhr endlich von der Schule nach Hause kommen, dann noch Sport machen sollen. Sie sollten für Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen auch mal einfacher frei bekommen“, sagt Frank Doetsch. 

 Pädagogischer Leiter beim SC Budokan Maintal 

Beim SC Budokan Maintal, bei dem Doetsch seit September 2025 als Pädagogischer Leiter der Kinderbetreuung arbeitet, sieht er viele dieser Probleme im Alltag mit den Kindern. Die neue Tätigkeit und sein Engagement bei der IJF ergänzen sich perfekt. „Das ist ein normaler Job mit normalen Arbeitszeiten – ein großer Pluspunkt für mich und meine Familie“, erzählt er. Außerdem ist es Doetsch wichtig, dass die Kinder gut betreut sind, aber auch lernen, dass sie Leistung bringen müssen, damit sie Erfolge im Training oder bei Turnieren feiern können. Im Regenbogenhaus steht der Sport allerdings nicht ausschließlich im Vordergrund, denn die Kinder können neben den verschiedenen Sportarten auch nützliche Dinge fürs Leben lernen, beispielsweise Kochen oder Erste Hilfe zu leisten. Von Sascha Spahn Offenbach Post

Donnerstag, 15. Januar 2026

Sport Club Budokan Maintal gewinnt Jugendförderpreis des Main-Kinzig-Kreis

Kinderflohmarkt & Spiel- und Bewegungspark begeistern Vereinsjugend und Familien

Große Freude beim Sport Club Budokan Maintal: Der Verein wurde mit dem Jugendförderpreis der Stadt Maintal ausgezeichnet. Prämiert wurde ein besonders gelungenes Gemeinschaftsprojekt für Kinder und Jugendliche, das am 28. Juni 2025 stattfand und unter dem Motto „Mitmachen, bewegen, gemeinsam erleben“ stand.

Im Mittelpunkt des Projekts stand ein Kinderflohmarkt mit integriertem Spiel- und Bewegungspark, der bewusst niedrigschwellig und offen gestaltet war. Eingeladen waren die Kinder und Jugendlichen des Vereins bis 18 Jahre, deren Familien sowie die Kinder der kooperierenden Betreuungseinrichtung Regenbogenhaus. Ziel war es, Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft in einem inklusiven Rahmen zu fördern.


Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten gemeinsam mit ihren Eltern einen Verkaufstisch betreiben, der durch eine Kuchen- oder Kaffeespende „gemietet“ wurde. An den Ständen wechselten Spielsachen, Bücher, Kleidung und viele weitere Schätze ihre Besitzer oder wurden getauscht. Parallel dazu sorgte ein großer Spiel- und Bewegungspark mit Hüpfburg, Motorikstationen, Catcars und abwechslungsreichen Parcours für sportliche Herausforderungen und jede Menge Spaß. Abgerundet wurde der Tag durch Essensstände mit frischen Waffeln und Eis.

 


Das Projekt leistete einen wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt: Kinder übernahmen Verantwortung für ihre Stände, lernten im Team zu arbeiten und stärkten ihr Selbstbewusstsein. Eltern und Familien kamen miteinander ins Gespräch, neue Kontakte entstanden. Die Einbindung des Regenbogenhauses setzte zudem ein starkes Zeichen für Inklusion und gelebte Gemeinschaft.


 

Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. Durch den Verkauf und Tausch gebrauchter Gegenstände wurde ein bewusster Umgang mit Ressourcen gefördert. Das Spendenprinzip ermöglichte allen Kindern eine unkomplizierte Teilnahme – unabhängig von finanziellen Voraussetzungen.

Mit diesem Projekt hat der Sport Club Budokan Maintal eindrucksvoll gezeigt, wie moderne Jugendarbeit aussehen kann: bewegungsreich, nachhaltig, inklusiv und gemeinschaftsstärkend. Der Jugendförderpreis der Stadt Maintal würdigt dieses Engagement und motiviert den Verein, diesen Weg auch in Zukunft weiterzugehen.

 

Maintaler Jugendpreis 2026 für Anas El Daoudi vom Sport Club Budokan Maintal e.V.

Maintal – Große Anerkennung für sportliches Engagement und vorbildlichen Einsatz: Anas El Daoudi, erfolgreicher Ju-Jutsu-Kämpfer des Sport Club Budokan Maintal e.V., wurde gemeinsam mit zwei weiteren Schülerinnen und Schülern mit dem Maintaler Jugendpreis 2026 ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt nicht nur seine sportlichen Erfolge auf Wettkämpfen, sondern insbesondere auch sein außergewöhnliches Engagement über die eigene sportliche Karriere hinaus. 


 

Anas El Daoudi gibt sein Wissen und seine Erfahrung mittlerweile als Kindertrainer im Ju-Jutsu weiter und unterstützt aktiv die Nachwuchsarbeit des Vereins. Mit viel Einsatz, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein ist er ein großes Vorbild für die jungen Kämpferinnen und Kämpfer im Sport Club Budokan Maintal e.V. Durch seine ruhige, motivierende Art und seine Vorbildfunktion vermittelt er den Kindern nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern auch wichtige Werte wie Respekt, Fairness und Teamgeist. Damit leistet er einen wertvollen Beitrag zur Vereinsarbeit und zur Förderung des Jugendsports in Maintal. Der Sport Club Budokan Maintal e.V. zeigt sich sehr stolz, einen so engagierten jungen Mann in seinen Reihen zu wissen. Die Verleihung des Maintaler Jugendpreises 2026 unterstreicht eindrucksvoll, wie wichtig ehrenamtliches Engagement und die Förderung junger Talente im Sport sind. Der Verein gratuliert Anas El Daoudi sowie den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.